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Torlinientechnik

von Martin Engert
Martin Engert

Wie funktioniert die Torlinientechnik bei der WM? Und was davon hat GoalControl versucht zu patentieren?

Ein Blick in die Patentschrift verrät mehr!

Es ist der 30. Juli 1966 im Londoner Wembley-Stadion. England spielt gegen Deutschland im Finale der Fußballweltmeisterschaft. Nachdem die reguläre Spielzeit unentschieden endet, geht das Spiel in die Verlängerung. Und in der 101. Minute geschieht das, was die Deutschen  zu verhindern versuchten. Geoff Hurst der englische Stürmer kommt aus kurzer Entfernung zum Abschluss. Der Ball trifft die Latte, prallt nach unten in Richtung Torlinie und … drin oder nicht drin?
Der damalige Schweizer Schiedsrichter entschied sehr zum Leidwesen der Deutschen auf Tor. Seitdem ist dieser Moment bis heute einer der bekanntesten im Weltfußball und noch heute scheiden sich die Geister bei Betrachtung der schwarz-weiß Bilder.

Die Lösung des Problems

Doch das ist seit dem Confed-Cup 2013 in Brasilien Vergangenheit:

Die deutsche Firma GoalControl wurde von der FIFA zum offiziellen Partner  zur Installation der Torlinientechnik benannt, und: Die Torlinientechnik hat ihre Feuertaufe bereits bestanden. Im Spiel Frankreich – Honduras der WM 2014 machte das System den Unterschied und half dem Schiedsrichter bei der Torentscheidung. Doch wie kann ein System dieses Problem so schnell und sicher lösen?

Wie funktioniert das System?

Ein Blick in das von GoalControl im Jahr 2012 angemeldete Patent hilft bei der Antwort auf die Frage:

Es werden zwei Gruppen von Kameras im Fußballstadion installiert, von denen eine Gruppe mit mehreren Kameras im Rahmen des Tors und die zweite Gruppe außerhalb des Spielfelds angeordnet ist. Diese Kameras überwachen die von Pfosten und Latte eingeschlossene Ebene des Tors. Wenn der Ball, welchen die Kameras automatisch erkennen können, diese Ebene vollständig überquert hat, wird ein Signal an einen mobilen Empfänger – sprich der Uhr des Schiedsrichters übermittelt. Dieser erhält ein visuelles, wie akustisches Signal und wird auf die Tatsache, dass der Ball die Linie überquert hat, hingewiesen. Somit kann der Schiedsrichter eine fundierte Entscheidung über die Situation treffen. Das alles kann natürlich nur funktionieren, wenn die Kameras mit einem gemeinsamen Rechner verbunden sind, welcher die Bilddaten auswertet.

Torlinientechnologie polarisiert

Doch wie immer im Sport, sind sich die Experten auch hier uneinig. Denn nimmt diese Technologie dem Spiel nicht das, was es eigentlich ausmacht? Die stundenlangen Debatten über Tor oder nicht Tor?
Generationen diskutierten über das Wembley Tor aus dem Jahre 1966, bis dann 2010 die Partie Deutschland –England bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika stattfand. Diesmal schoss wieder ein Engländer, der Ball prallte an die Latte und sprang nach unten ins Tor. Doch der Schiedsrichter entschied hier auf kein Tor, obwohl dies mittels moderner Kamerabilder widerlegbar war.

Und so bekamen viele Kritiker der Torlinientechnologie recht: Auf kurz oder lang werden sich die meisten Ungerechtigkeiten wieder ausgleichen.

 

Quellenangaben:

Es ist der 30. Juli 1966 im Londoner Wembley-Stadion. England spielt gegen Deutschland im Finale der Fußballweltmeisterschaft. Nachdem die reguläre Spielzeit unentschieden endet, geht das Spiel in die Verlängerung. Und in der 101. Minute geschieht das, was die Deutschen  zu verhindern versuchten. Geoff Hurst der englische Stürmer kommt aus kurzer Entfernung zum Abschluss. Der Ball trifft die Latte, prallt nach unten in Richtung Torlinie und … drin oder nicht drin?
Der damalige Schweizer Schiedsrichter entschied sehr zum Leidwesen der Deutschen auf Tor. Seitdem ist dieser Moment bis heute einer der bekanntesten im Weltfußball und noch heute scheiden sich die Geister bei Betrachtung der schwarz-weiß Bilder.

Die Lösung des Problems

Doch das ist seit dem Confed-Cup 2013 in Brasilien Vergangenheit:

Die deutsche Firma GoalControl wurde von der FIFA zum offiziellen Partner  zur Installation der Torlinientechnik benannt, und: Die Torlinientechnik hat ihre Feuertaufe bereits bestanden. Im Spiel Frankreich – Honduras der WM 2014 machte das System den Unterschied und half dem Schiedsrichter bei der Torentscheidung. Doch wie kann ein System dieses Problem so schnell und sicher lösen?

Wie funktioniert das System?

Ein Blick in das von GoalControl im Jahr 2012 angemeldete Patent hilft bei der Antwort auf die Frage:

Es werden zwei Gruppen von Kameras im Fußballstadion installiert, von denen eine Gruppe mit mehreren Kameras im Rahmen des Tors und die zweite Gruppe außerhalb des Spielfelds angeordnet ist. Diese Kameras überwachen die von Pfosten und Latte eingeschlossene Ebene des Tors. Wenn der Ball, welchen die Kameras automatisch erkennen können, diese Ebene vollständig überquert hat, wird ein Signal an einen mobilen Empfänger – sprich der Uhr des Schiedsrichters übermittelt. Dieser erhält ein visuelles, wie akustisches Signal und wird auf die Tatsache, dass der Ball die Linie überquert hat, hingewiesen. Somit kann der Schiedsrichter eine fundierte Entscheidung über die Situation treffen. Das alles kann natürlich nur funktionieren, wenn die Kameras mit einem gemeinsamen Rechner verbunden sind, welcher die Bilddaten auswertet.

Torlinientechnologie polarisiert

Doch wie immer im Sport, sind sich die Experten auch hier uneinig. Denn nimmt diese Technologie dem Spiel nicht das, was es eigentlich ausmacht? Die stundenlangen Debatten über Tor oder nicht Tor?
Generationen diskutierten über das Wembley Tor aus dem Jahre 1966, bis dann 2010 die Partie Deutschland –England bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika stattfand. Diesmal schoss wieder ein Engländer, der Ball prallte an die Latte und sprang nach unten ins Tor. Doch der Schiedsrichter entschied hier auf kein Tor, obwohl dies mittels moderner Kamerabilder widerlegbar war.

Und so bekamen viele Kritiker der Torlinientechnologie recht: Auf kurz oder lang werden sich die meisten Ungerechtigkeiten wieder ausgleichen.

 

Quellenangaben:


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Der PI-Studis Blog ist eine Initiative von Studierenden des Studiengangs Patentingenieurwesen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.


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