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Von Amberg nach Cambridge

von Jonas Ehrnsperger
Jonas Ehrnsperger

Vor drei Jahren war ich selbst noch für den PI-Studis Blog zuständig; heute wurde ich gefragt, ob ich noch einmal einen Artikel dafür schreiben möchte. Mit diesem kurzen Beitrag möchte ich über den eher ungewöhnlichen Weg eines PI-Absolventen berichten: den akademischen Weg von Amberg nach Cambridge.

Nach meinem PI-Bachelor bin ich im April 2015 an die Uni Stuttgart in den M. Sc. Studiengang “Technologiemanagement” gewechselt. Der Kontrast zu Amberg war stark und es dauerte eine Zeitlang bis ich mich an 500-Mann Hörsäle gewöhnt hatte. Insgesamt war ich mit dem Studiengang sehr zufrieden, vor allem die vielen Wahlmöglichkeiten haben mir zugesagt. Ein Jahr lang war ich als Werkstudent (Fraunhofer IAO und Daimler Technology Management, IP und Innovation) und 6 Monate als Masterand (wieder Daimler) tätig. Es gäbe viel mehr über die tollen Erfahrungen in Stuttgart zu berichten, aber der Fokus dieses Beitrags soll auf meiner nächsten Uni-Etappe liegen.

Während meines Studiums in Stuttgart hatte ich mich auf eine Online-Stellenausschreibung der University of Cambridge für eine dreijährige Promotion mit dem Titel “Open IP strategies for emerging technologies” beworben. Ich wusste nicht ob ich überhaupt eine Rückmeldung bekomme, da die Uni Cambridge regelmäßig Top-Plätze in Uni-Rankings belegt (aktuell Platz 2 laut Times Higher Education Ranking 2018). Zudem habe ich weder in „Oxbridge“ noch in der „Ivy League“ studiert. Wie sich aber später herausstellte, war der Studiengang PI einer meiner Joker, da alle anderen Bewerber zwar Interesse, aber nur wenig Erfahrungen im Patentbereich vorweisen konnten. Daneben haben mein soziales Engagement und ja, dieser Blog, meinen jetzigen Supervisor überzeugt. Der notwendige Englischtest und die separate Bewerbung auf Stipendien waren kräftezehrend, da alles parallel zu meiner Masterarbeit bei Daimler und einer letzten Studienarbeit an der Uni Stuttgart lief. Nach ungefähr acht Monaten voller Formalitäten, Referenzen von Professoren, Interviews und Tests hieß es schließlich: „Okay Jonas, wir würden uns freuen, dich ab Oktober in unserer Research Group aufzunehmen.“

Seit drei Monaten bin ich nun an der University of Cambridge und könnte bereits einen Roman über meine Erfahrungen schreiben. Mangels passender Worte für eine Einleitung gibt es hier ein paar Highlights, die mir spontan in den Sinn kommen:

  • Regelmäßige Formal Dinner (Viergänge-Dinner bei Kerzenschein im Anzug und der traditionellen "Gown" – besonders empfehlenswert für Harry-Potter-Fans)
  • „Punting“ über den River Cam
  • Interessante Redner (in den letzten drei Monaten waren u. A. Stephen Hawking, Ian McKellen, die Großmutter aus Game of Thrones (Name entfallen), Anthony Scaramucci und Boris Becker zu Besuch und beantworteten unsere Fragen. Ian McKellen hat mit einer Gandalf- Schauspieleinlage geglänzt, sorry Stephen Hawking)
  • Weitreichende Kontakte zu Firmen. Wir haben z.B. erst kürzlich mit dem Head of Google IP geskypt.

Cambridge ist eine faszinierende Stadt und vermutlich nur mit ihrem Rivalen Oxford zu vergleichen. Für meine Forschung plane ich derzeit mein erstes Paper und unterstütze meinen Supervisor bei der Vorlesungsgestaltung. Ich habe die Möglichkeit in verschiedensten Projekten mitzuwirken oder Supervisions für Undergraduates zu halten. Ich werde für meine Dissertation viel reisen und diverse Konferenzen und Firmen besuchen. Mein nächster Trip wird mich voraussichtlich zu Tesla nach Palo Alto führen. Ansonsten stehen Mailand, Chicago und Washington, D.C., auf dem Plan.

Dies ist nur ein kurzer Bericht über meine bisherigen Erfahrungen. Eine genauere Beschreibung meines Projekts befindet sich auf der Website des Institute for Manufacturing (https://www.ifm.eng.cam.ac.uk/people/jfe27/). Bei konkreten Fragen stehe ich, insbesondere für aktuelle PI-Studierende, gerne zur Verfügung.

Nach meinem PI-Bachelor bin ich im April 2015 an die Uni Stuttgart in den M. Sc. Studiengang “Technologiemanagement” gewechselt. Der Kontrast zu Amberg war stark und es dauerte eine Zeitlang bis ich mich an 500-Mann Hörsäle gewöhnt hatte. Insgesamt war ich mit dem Studiengang sehr zufrieden, vor allem die vielen Wahlmöglichkeiten haben mir zugesagt. Ein Jahr lang war ich als Werkstudent (Fraunhofer IAO und Daimler Technology Management, IP und Innovation) und 6 Monate als Masterand (wieder Daimler) tätig. Es gäbe viel mehr über die tollen Erfahrungen in Stuttgart zu berichten, aber der Fokus dieses Beitrags soll auf meiner nächsten Uni-Etappe liegen.

Während meines Studiums in Stuttgart hatte ich mich auf eine Online-Stellenausschreibung der University of Cambridge für eine dreijährige Promotion mit dem Titel “Open IP strategies for emerging technologies” beworben. Ich wusste nicht ob ich überhaupt eine Rückmeldung bekomme, da die Uni Cambridge regelmäßig Top-Plätze in Uni-Rankings belegt (aktuell Platz 2 laut Times Higher Education Ranking 2018). Zudem habe ich weder in „Oxbridge“ noch in der „Ivy League“ studiert. Wie sich aber später herausstellte, war der Studiengang PI einer meiner Joker, da alle anderen Bewerber zwar Interesse, aber nur wenig Erfahrungen im Patentbereich vorweisen konnten. Daneben haben mein soziales Engagement und ja, dieser Blog, meinen jetzigen Supervisor überzeugt. Der notwendige Englischtest und die separate Bewerbung auf Stipendien waren kräftezehrend, da alles parallel zu meiner Masterarbeit bei Daimler und einer letzten Studienarbeit an der Uni Stuttgart lief. Nach ungefähr acht Monaten voller Formalitäten, Referenzen von Professoren, Interviews und Tests hieß es schließlich: „Okay Jonas, wir würden uns freuen, dich ab Oktober in unserer Research Group aufzunehmen.“

Seit drei Monaten bin ich nun an der University of Cambridge und könnte bereits einen Roman über meine Erfahrungen schreiben. Mangels passender Worte für eine Einleitung gibt es hier ein paar Highlights, die mir spontan in den Sinn kommen:

  • Regelmäßige Formal Dinner (Viergänge-Dinner bei Kerzenschein im Anzug und der traditionellen "Gown" – besonders empfehlenswert für Harry-Potter-Fans)
  • „Punting“ über den River Cam
  • Interessante Redner (in den letzten drei Monaten waren u. A. Stephen Hawking, Ian McKellen, die Großmutter aus Game of Thrones (Name entfallen), Anthony Scaramucci und Boris Becker zu Besuch und beantworteten unsere Fragen. Ian McKellen hat mit einer Gandalf- Schauspieleinlage geglänzt, sorry Stephen Hawking)
  • Weitreichende Kontakte zu Firmen. Wir haben z.B. erst kürzlich mit dem Head of Google IP geskypt.

Cambridge ist eine faszinierende Stadt und vermutlich nur mit ihrem Rivalen Oxford zu vergleichen. Für meine Forschung plane ich derzeit mein erstes Paper und unterstütze meinen Supervisor bei der Vorlesungsgestaltung. Ich habe die Möglichkeit in verschiedensten Projekten mitzuwirken oder Supervisions für Undergraduates zu halten. Ich werde für meine Dissertation viel reisen und diverse Konferenzen und Firmen besuchen. Mein nächster Trip wird mich voraussichtlich zu Tesla nach Palo Alto führen. Ansonsten stehen Mailand, Chicago und Washington, D.C., auf dem Plan.

Dies ist nur ein kurzer Bericht über meine bisherigen Erfahrungen. Eine genauere Beschreibung meines Projekts befindet sich auf der Website des Institute for Manufacturing (https://www.ifm.eng.cam.ac.uk/people/jfe27/). Bei konkreten Fragen stehe ich, insbesondere für aktuelle PI-Studierende, gerne zur Verfügung.


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About PI-Studis

Der PI-Studis Blog ist eine Initiative von Studierenden des Studiengangs Patentingenieurwesen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.


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